19.09.2026 - 00:13

Feuer vor Wuppertaler Synagoge – Ermittlungen gegen 37-Jährigen

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Wuppertal/ID. An der Bergischen Synagoge in Wuppertal ist am Donnerstagnachmittag ein Feuer gelegt worden. Nach Angaben der Polizei konnte der Brand von Angehörigen der jüdischen Gemeinde schnell gelöscht werden. Verletzt wurde niemand, der entstandene Sachschaden ist nach ersten Angaben gering.  

Tatverdächtig ist ein 37-jähriger Mann mit afghanischer Staatsangehörigkeit. Nach bisherigen Erkenntnissen soll er gegen 14 Uhr eine brennbare Flüssigkeit auf Treppenstufen vor einem Nebeneingang der Synagoge verteilt und anschließend entzündet haben. Der Mann wurde wenig später festgenommen. Nach ersten Ermittlungen soll er allein gehandelt haben.  

Staatsschutz übernimmt Ermittlungen

Die Polizei hat die Staatsschutzabteilung eingeschaltet. Die Ermittlungen zu den genauen Umständen und möglichen Hintergründen der Tat dauern an. Die Synagoge wird nach Angaben der Polizei rund um die Uhr bewacht.  

Über die genaue verwendete Flüssigkeit lagen zunächst keine näheren Angaben vor. Die Polizei wollte sich zunächst zurückhaltend zur Identität des Tatverdächtigen äußern, solange die Spurensicherung am Tatort noch nicht abgeschlossen war.  

Zentralrat spricht von Brandanschlag

Der Zentralrat der Juden in Deutschland bezeichnete den Vorfall als Brandanschlag. Präsident Josef Schuster verwies in einer Stellungnahme darauf, dass sich der Angriff wenige Tage vor dem jüdischen Feiertag Jom Kippur ereignete. Er forderte die Sicherheitsbehörden auf, den Schutz jüdischer Gottesdienste sicherzustellen.  

Die Bergische Synagoge war bereits 2014 Ziel eines Brandanschlags. Damals hatten drei Männer Brandsätze auf das Gebäude geworfen.  

Die Hintergründe des aktuellen Angriffs sind bislang nicht abschließend geklärt. Insbesondere ist derzeit offen, welches Motiv den Tatverdächtigen zu der Tat bewegt haben soll.