22. September 2026 · 16:27 Uhr

Julian Assange meldet sich auf X zurück – nach acht Jahren

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Sydney/ID. WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat sich nach jahrelanger persönlicher Abwesenheit wieder auf der Plattform X zu Wort gemeldet. Mit einem kurzen Beitrag kündigte der Australier seine Rückkehr in die sozialen Medien an. Zuvor hatte der offizielle WikiLeaks-Account ein Foto von Assange in Sydney veröffentlicht.  

„I’m back“

Assange veröffentlichte zunächst ein Foto von sich in Sydney und schrieb dazu lediglich „I’m back“. Anschließend erklärte er, sein letzter persönlich verfasster Beitrag auf Twitter beziehungsweise X stamme aus dem Jahr 2018. Sein Account sei danach von seiner Verteidigungskampagne geführt worden.  

Damit korrigierte Assange zugleich die verbreitete Darstellung, er sei lediglich seit 2024 nicht mehr auf der Plattform aktiv gewesen. Zwar war über seinen Account noch im Juni 2024 ein Beitrag zu seinem damaligen Verfahren veröffentlicht worden, nach eigener Darstellung stammte dieser jedoch nicht von ihm persönlich.  

Rückkehr nach Ende des US-Verfahrens

Assanges Rückkehr erfolgt mehr als zwei Jahre nach dem Ende seines langjährigen Rechtsstreits mit den Vereinigten Staaten. Im Juni 2024 verließ er das britische Gefängnis Belmarsh nach einer Vereinbarung mit dem US-Justizministerium.

Auf der zu den Nördlichen Marianen gehörenden Insel Saipan bekannte er sich in einem Anklagepunkt schuldig, an einer Verschwörung zur Beschaffung und Veröffentlichung von Informationen zur nationalen Verteidigung beteiligt gewesen zu sein. Er wurde zu einer Haftstrafe verurteilt, die durch seine bereits verbüßte Haftzeit als abgegolten galt. Anschließend kehrte er nach Australien zurück.  

WikiLeaks machte Assange weltweit bekannt

Assange gründete WikiLeaks 2006. Die Plattform veröffentlichte unter anderem vertrauliche Dokumente und Aufnahmen aus dem Umfeld der US-Militäreinsätze im Irak und in Afghanistan. Die Veröffentlichungen machten ihn international bekannt und lösten zugleich eine langjährige Auseinandersetzung über den Umgang mit geheimen Regierungsinformationen, Pressefreiheit und nationale Sicherheit aus.

Vor seiner Haft in Großbritannien hatte Assange fast sieben Jahre in der ecuadorianischen Botschaft in London verbracht. 2019 wurde er nach dem Entzug seines Asyls von britischen Behörden festgenommen.  

Seine Ehefrau Stella Assange kündigte unterdessen an, dass in der kommenden Woche weitere Informationen folgen sollen.