Drei Tote bei schweren Überschwemmungen in Vietnam
Hanoi/ID. Heftige Regenfälle haben in Vietnam schwere Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. Nach Angaben der vietnamesischen Katastrophenschutzbehörden kamen mindestens drei Menschen ums Leben. Rund um die Hauptstadt Hanoi und in mehreren nördlichen Provinzen wurden mehr als 16.000 Häuser überflutet.
Die drei Todesopfer stammen aus derselben Familie. Sie wurden bei einem Erdrutsch in der Provinz Phú Thọ östlich von Hanoi verschüttet. Rettungskräfte bargen die Leichen am Donnerstag.
Straßen teilweise mehr als zwei Meter unter Wasser
Besonders betroffen ist die Region um Hanoi. In einigen Stadtteilen standen Straßen nach den starken Regenfällen teilweise mehr als zwei Meter unter Wasser. Mehr als 2.200 Häuser in der Hauptstadt waren nach den vorliegenden Angaben überflutet. Bewohner nutzten teilweise Boote, um sich fortzubewegen.
Insgesamt wurden rund 25.000 Hektar Reisfelder, andere landwirtschaftliche Flächen und Aquakulturen überflutet oder beschädigt. Zudem wurden 15 Schulen überflutet.
Verkehr erheblich beeinträchtigt
Auch der Straßen- und Bahnverkehr wurde durch die Wassermassen und Erdrutsche beeinträchtigt. Nach Angaben der Behörden waren zahlreiche Straßenabschnitte überflutet oder durch Erdrutsche blockiert.
Auf der Bahnstrecke zwischen Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt stand das Wasser auf einem Abschnitt etwa einen Meter hoch. Der Bahnverkehr wurde dort unterbrochen; Reisende mussten teilweise auf Busse ausweichen.
Weitere Regenfälle erwartet
Die Behörden rechnen mit weiteren Niederschlägen und haben die Bevölkerung in besonders gefährdeten Gebieten vor Überschwemmungen, Sturzfluten und weiteren Erdrutschen gewarnt. Besonders im Norden und in den zentralen Landesteilen bleiben mehrere Regionen unter Beobachtung.
Vietnam befindet sich während der Monsunzeit regelmäßig in einer Phase erhöhter Hochwasser- und Sturmgefahr.