18.09.2026 - 23:15
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Ceuta/ID. In der spanischen Exklave Ceuta hat die Verlegung von Migranten aus provisorischen Lagern an den Stränden in eine neue Aufnahmeeinrichtung im Hafen begonnen. Der Einsatz der spanischen Sicherheitskräfte wurde am Freitagmorgen von angespannten Situationen begleitet. Nach Angaben spanischer Medien liefen zeitweise Gruppen von Migranten los, woraufhin die Polizei ihre Kräfte verstärkte.  

Die Verlegung begann gegen 6.30 Uhr an den Stränden El Trampolín und Benítez. Polizei und Guardia Civil begleiteten die Menschen zu Fuß zu dem neu eingerichteten Aufnahmezentrum im Hafen. Nach Angaben der Behörden und Medienberichten waren mehrere Einsatzkräfte vor Ort.

Mehr Menschen als Plätze

Eine zentrale Herausforderung ist die begrenzte Kapazität der neuen Einrichtung. Das Camp bietet nach den vorliegenden Angaben Platz für etwa 1.700 bis 1.800 Menschen. An den beiden Stränden halten sich dagegen schätzungsweise mehr als 4.000 Migranten auf.  

Nach Beginn des Transports kam es zu einem Gedränge. Einige Migranten liefen zeitweise davon, weil sie offenbar befürchteten, keinen Platz in der neuen Unterkunft zu erhalten. Die Polizei verstärkte daraufhin den Einsatz. Spanische Medien berichteten zudem von Schüssen in die Luft durch Einsatzkräfte.  

Gericht erlaubt Betrieb der Einrichtung

Die Einrichtung im Hafen war zuvor Gegenstand eines Rechtsstreits. Das spanische Audiencia Nacional lehnte am Donnerstag einen Antrag der Polizeigewerkschaft SUP ab, den Betrieb des Camps vorerst zu stoppen. Die Gewerkschaft hatte unter anderem Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit der Nutzung des Hafengeländes geltend gemacht.  

Die provisorische Einrichtung soll zur Entlastung der bestehenden Unterbringungsmöglichkeiten in Ceuta beitragen. Hintergrund ist eine seit Ende Juli bestehende Situation mit einer großen Zahl von Migranten, die sich teilweise über längere Zeit in provisorischen Lagern aufhalten.

Die Verlegung soll schrittweise erfolgen. Wie viele Menschen letztlich in der neuen Einrichtung untergebracht werden können, hängt dabei auch von der verfügbaren Kapazität und der weiteren Organisation des Einsatzes ab.