17.09.2026 - 18:38

Malaria-Fälle in Frankfurt: Gesundheitsamt empfiehlt Mückenschutz

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Frankfurt a. Main/ID – Nach mehreren Malaria-Erkrankungen im Umfeld des Frankfurter Flughafens hat das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt die Bevölkerung zu besonderer Aufmerksamkeit aufgerufen. Insbesondere Menschen, die in der Nähe des Flughafens wohnen oder sich dort regelmäßig aufhalten, sollten sich vor Mückenstichen schützen.

Am Dienstag, 15. September, meldete das Gesundheitsamt zwei weitere Fälle von Malaria tropica. Beide Betroffenen leben im Frankfurter Stadtteil Schwanheim, der unmittelbar an das Flughafengelände grenzt. Nach Angaben der Stadt hatten sie zuvor weder ein Malaria-Endemiegebiet bereist noch am Flughafen gearbeitet. Wie es zu den Infektionen kam, wird derzeit noch untersucht.

Insgesamt acht Fälle in diesem Jahr

Damit sind dem Frankfurter Gesundheitsamt in diesem Jahr bislang acht Fälle bekannt, die mit dem aktuellen Geschehen in Verbindung gebracht werden. Sechs Erkrankungen betrafen Personen, die sich im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit am Frankfurter Flughafen aufgehalten hatten. Fünf dieser Fälle traten Anfang Juli auf, ein weiterer Mitte August. Zwei Erkrankungen verliefen tödlich.

Bei den beiden im September bekannt gewordenen Fällen handelt es sich um Bewohner Schwanheims. Ob diese Infektionen mit den früheren Erkrankungen zusammenhängen, ist nach Angaben des Gesundheitsamts noch nicht geklärt. Weitere Laboruntersuchungen sollen Hinweise auf einen möglichen gemeinsamen Ursprung liefern.

Gesundheitsamt untersucht mögliche Übertragungswege

Malaria wird nicht durch gewöhnlichen Kontakt zwischen Menschen übertragen. Für eine Infektion ist in der Regel der Stich einer mit dem Erreger infizierten Mücke erforderlich. Im aktuellen Frankfurter Geschehen wird deshalb unter anderem untersucht, ob sogenannte Anopheles-Mücken den Erreger in das Umfeld des Flughafens eingeschleppt haben könnten. Der konkrete Einschleppungsweg ist bislang nicht bekannt.

Am Flughafen wurden Mückenfallen aufgestellt. Das Monitoring sowie die Untersuchung möglicher Brutstätten werden auch auf die Wohngebiete ausgeweitet, in denen weitere Fälle aufgetreten sind.

Mückenschutz kann Risiko verringern

Das Frankfurter Gesundheitsamt empfiehlt insbesondere in den Abend- und Nachtstunden Maßnahmen zum Schutz vor Mückenstichen. Dazu gehören geeignete Repellentien, lange Kleidung sowie ein Schutz von Fenstern und Türen durch Fliegengitter. Die Stadt weist darauf hin, dass die Malaria-Mücke nachtaktiv ist.

Für die Gesamtbevölkerung Frankfurts schätzt das Gesundheitsamt die Gefahr derzeit als sehr gering ein. Die klimatischen Bedingungen in Deutschland seien für den Entwicklungszyklus der tropischen Malaria-Erreger und der entsprechenden Mücken grundsätzlich ungünstig.

Bei Fieber an Malaria denken

Das Gesundheitsamt weist zugleich darauf hin, dass Malaria tropica bei einer frühzeitigen Diagnose und rasch eingeleiteten Behandlung grundsätzlich gut behandelbar ist. Bei ungeklärtem Fieber sollten Ärzte deshalb insbesondere bei Menschen, die im Umfeld des Flughafens leben oder arbeiten beziehungsweise sich dort aufgehalten haben, auch ohne vorherige Auslandsreise eine mögliche Malariaerkrankung berücksichtigen. Typische Beschwerden können neben Fieber unter anderem Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Magen-Darm-Beschwerden sein.