19.09.2026 - 01:15

Philippinen werfen China Rammmanöver gegen Regierungsschiff vor

img_1069

Manila/ID. Im Südchinesischen Meer ist es nach Angaben der philippinischen Küstenwache erneut zu einem Zwischenfall zwischen Schiffen der Philippinen und Chinas gekommen. Ein Schiff der chinesischen Küstenwache soll ein Schiff der philippinischen Fischereibehörde gerammt und dabei beschädigt haben. Verletzte wurden nicht gemeldet.  

Der Vorfall ereignete sich nach philippinischen Angaben rund 54 Seemeilen (etwa 100 Kilometer) vor der Westküste der Provinz Palawan. Das betroffene Schiff des Bureau of Fisheries and Aquatic Resources (BFAR) war unterwegs, um philippinische Fischer mit Treibstoff zu versorgen.  

Philippinen sprechen von gefährlichem Manöver

Nach Angaben des Sprechers der philippinischen Küstenwache, Jay Tarriela, näherte sich das chinesische Schiff zunächst bis auf etwa zehn Meter und kreuzte den Kurs des philippinischen Schiffes. Rund zehn Minuten später habe es das Manöver wiederholt und dabei das BFAR-Schiff getroffen.  

Bei der Kollision wurden nach Angaben der philippinischen Seite unter anderem Teile der Steuerbordseite, Metallstützen und Einrichtungen auf dem Deck beschädigt. Nach dem Zusammenstoß soll das chinesische Schiff ein weiteres enges Manöver durchgeführt haben.  

Die philippinische Küstenwache bezeichnete den Vorfall als gefährlich und warf China vor, ein ziviles Regierungsschiff während eines Einsatzes zur Unterstützung von Fischern gerammt zu haben. Eine Stellungnahme der chinesischen Seite lag zunächst nicht vor.  

Wiederkehrende Spannungen

Im Südchinesischen Meer kommt es regelmäßig zu Konfrontationen zwischen chinesischen und philippinischen Schiffen. China erhebt weitreichende Gebietsansprüche in der Region, während mehrere Anrainerstaaten diese zurückweisen.  

Ein internationales Schiedsgericht in Den Haag hatte 2016 zentrale chinesische Ansprüche zurückgewiesen. Peking erkennt die damalige Entscheidung nicht an. Das Südchinesische Meer gehört zu den wichtigsten internationalen Handelswegen und ist zugleich wegen seiner Rohstoffvorkommen von strategischer Bedeutung.