19.09.2026 - 01:14

Wahlen in Berlin und MV: AfD setzt auf weiteren Stimmenzuwachs

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Berlin/Schwerin/ID. Vor den Landtags- beziehungsweise Abgeordnetenhauswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin richtet sich der Blick auf die Entwicklung der AfD. Nach ihrem starken Ergebnis bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt setzt die Partei auf weitere Zugewinne. Aktuelle Umfragen zeigen jedoch ein unterschiedliches Bild in den beiden Ländern.  

AfD in Mecklenburg-Vorpommern bei rund 36 Prozent

In Mecklenburg-Vorpommern kommt die AfD in der jüngsten von der Forschungsgruppe Wahlen veröffentlichten Umfrage auf 36 Prozent. Bei der Landtagswahl 2021 hatte die Partei 16,7 Prozent erreicht. Gleichzeitig liegt die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in der jüngsten Erhebung bei 37 Prozent. Damit liegen beide Parteien innerhalb der angegebenen Umfragefehlergrenzen praktisch gleichauf.  

Die Erhebung ist ausdrücklich eine Momentaufnahme vor der Wahl und keine Prognose für das tatsächliche Wahlergebnis.

AfD in Berlin bei 18 Prozent

Für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus wird die AfD in der letzten Umfrage vor dem Wahltermin mit 18 Prozent ausgewiesen. Bei der vorherigen Abgeordnetenhauswahl 2021 hatte sie 9,1 Prozent erreicht.  

Die CDU liegt in Mecklenburg-Vorpommern laut der aktuellen Umfrage bei sechs bis sieben Prozent und damit nur knapp oberhalb der Fünf-Prozent-Hürde. In Berlin fällt ihr Umfragewert deutlich höher aus, allerdings werden auch dort Verluste gegenüber der vergangenen Wahl erwartet.  

AfD sieht bundespolitische Bedeutung

AfD-Vertreter verbinden die beiden Wahlen mit der bundespolitischen Entwicklung. Fraktionsvize Sebastian Münzenmaier sagte der Deutschen Presse-Agentur, Mecklenburg-Vorpommern sei für die Partei mit Blick auf ihre Verankerung im ländlichen Raum relevant, während Berlin zeigen solle, ob sie auch in einer Großstadt weiter zulegen könne.  

AfD-Chefin Alice Weidel hatte nach der Wahl in Sachsen-Anhalt zudem ein deutlich höheres Ergebnis ihrer Partei bei einer möglichen künftigen Bundestagswahl als Ziel genannt. Die anderen im Bundestag vertretenen Parteien schließen Koalitionen mit der AfD derzeit aus.  

Wahlen am Sonntag

In Mecklenburg-Vorpommern und Berlin wird am 20. September 2026 gewählt. Im Mittelpunkt stehen dabei sowohl die landespolitischen Mehrheitsverhältnisse als auch die Frage, welche Auswirkungen die Ergebnisse auf die jeweiligen Parteien und die Bundespolitik haben könnten.