Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern vor entscheidendem Wahlsonntag
Berlin/Schwerin/ID. Zwei Wochen nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt richten sich die Blicke auf die nächsten Wahlen: Am Sonntag, 20. September, werden in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag und in Berlin das Abgeordnetenhaus gewählt. In beiden Ländern zeichnen sich nach den jüngsten Umfragen enge Rennen ab.
Kopf-an-Kopf-Rennen in Mecklenburg-Vorpommern
In Mecklenburg-Vorpommern liegen SPD und AfD kurz vor der Wahl nahezu gleichauf. Nach dem am 17. September veröffentlichten ZDF-„Politbarometer Extra“ kommt die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auf 37 Prozent, die AfD auf 36 Prozent. Die CDU erreicht sechs Prozent, die Linke neun und die Grünen fünf Prozent. Das BSW liegt bei vier Prozent.
Die Umfrage wurde vom 14. bis 17. September unter 1.395 Wahlberechtigten durchgeführt. Die Zahlen bilden eine Momentaufnahme ab und sind keine Prognose des Wahlausgangs.
Für die Regierungsbildung könnte die Zusammensetzung des künftigen Landtags entscheidend sein. SPD und Linke regieren Mecklenburg-Vorpommern derzeit gemeinsam. Ob dieses Bündnis nach der Wahl fortgesetzt werden könnte, hängt unter anderem vom Einzug weiterer Parteien in den Landtag ab.
Auch Berlin mit engem Rennen
In Berlin zeichnet sich ebenfalls ein knappes Rennen ab. Die jüngste ZDF-Erhebung sieht die Linke bei 22 Prozent und die CDU bei 20 Prozent. AfD und Grüne kommen jeweils auf 18 beziehungsweise 15 Prozent, die SPD auf zwölf Prozent.
Damit bleibt die Ausgangslage in der Hauptstadt offen. Mehrere Parteien liegen vergleichsweise dicht beieinander, sodass auch die möglichen Mehrheiten im Abgeordnetenhaus erst nach dem Wahlergebnis feststehen werden.
Ergebnisse könnten bundespolitische Debatten beeinflussen
Die beiden Wahlen sind die letzten Landtags- beziehungsweise Abgeordnetenhauswahlen des Jahres 2026. Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt stehen damit erneut Ergebnisse im Mittelpunkt, die über die jeweiligen Landesgrenzen hinaus beobachtet werden. Das betrifft insbesondere die Entwicklung der Parteien auf Bundesebene und die politische Debatte innerhalb von CDU, SPD und AfD.
In Mecklenburg-Vorpommern steht zudem die Zukunft der Landesregierung im Mittelpunkt. In Berlin geht es um die Zusammensetzung des Abgeordnetenhauses und die Bildung einer neuen Regierungskoalition.