19.09.2026 - 01:14

Bundesanwaltschaft prüft Verbindung zu Drohnenvorfall in Leipzig

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Wunstorf/ID. Nach dem Fund von Teilen einer abgestürzten Drohne nahe des Bundeswehr-Fliegerhorsts Wunstorf prüfen die Ermittler mögliche Verbindungen zu einem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle. Die Bundesanwaltschaft hat nach eigenen Angaben Kenntnis von möglichen Parallelen.  

Ähnlichkeiten bei Bauweise und Modell

Die Drohnenteile waren Anfang der Woche auf einem schwer zugänglichen Gelände in der Region Hannover entdeckt worden. Seit Dienstag sucht die Polizei nach weiteren Teilen und möglichen Spuren. Nach Informationen des NDR soll die Drohne demselben Modell entsprechen wie ein Fluggerät, das Anfang August am Flughafen Leipzig/Halle gefunden worden war.  

Auch bei der Bauweise gibt es demnach Parallelen. Ein Bauteil soll in beiden Fällen aus einem 3D-Drucker stammen und nicht einer handelsüblichen Konstruktion entsprechen. Die Angaben stammen aus Sicherheitskreisen; eine abschließende technische Bewertung steht noch aus.  

Bundesanwaltschaft prüft möglichen Zusammenhang

Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft bestätigte, dass ein möglicher Zusammenhang geprüft werde. Der Generalbundesanwalt ermittelt demnach bislang nicht unmittelbar im Fall Wunstorf; das Landeskriminalamt Niedersachsen führt dort einen Gefahrenabwehrvorgang. Nach Angaben des NDR hat der Generalbundesanwalt inzwischen jedoch die Zuständigkeit übernommen und das Bundeskriminalamt mit der Ermittlungsführung beauftragt.  

Hinweise auf Sprengstoff wurden bei der in Wunstorf gefundenen Drohne nach bisherigem Ermittlungsstand nicht festgestellt. Auch eine konkrete Gefährdung der Bevölkerung wurde bislang nicht bekannt.  

Nähe zu wichtigem Bundeswehrstandort

Der Fundort liegt in der Nähe des Fliegerhorsts Wunstorf. Dort ist die gesamte deutsche A400M-Flotte stationiert. Der Standort hat eine zentrale Bedeutung für den militärischen Lufttransport der Bundeswehr.  

Am Flughafen Leipzig/Halle war Anfang August eine mit Sprengstoff präparierte Drohne neben ukrainischen Frachtflugzeugen entdeckt worden. In diesem Fall ermittelt die Bundesanwaltschaft. Die Bundesregierung macht Russland für den versuchten Angriff verantwortlich; Moskau weist die Vorwürfe zurück.