22. September 2026 · 16:27 Uhr

Putin-Berater stellt AfD Zusammenarbeit in Aussicht

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Schwerin/Moskau/ID. Kurz vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat der russische Präsidentenberater Kirill Dmitrijew der AfD eine mögliche wirtschaftliche Zusammenarbeit in Aussicht gestellt. Auf der Plattform X schrieb Dmitrijew, Mecklenburg-Vorpommern könne von einer Rückkehr „bezahlbaren, zuverlässigen Nord-Stream-Gases“ durch eine Zusammenarbeit mit der AfD profitieren.  

Dmitrijew ist Beauftragter des russischen Präsidenten für internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit und leitet zugleich den russischen Staatsfonds RDIF. Seine Äußerungen erfolgten unmittelbar vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September.  

Moskau stellt Gasversorgung in Aussicht

Der russische Vertreter verband eine mögliche Zusammenarbeit mit der AfD ausdrücklich mit einer Wiederaufnahme russischer Gaslieferungen über die Ostsee-Pipelines Nord Stream. Russland hatte nach dem Ende der deutschen Energieimporte infolge des Ukraine-Krieges wiederholt eine mögliche Rückkehr zu Gaslieferungen in Aussicht gestellt, sollte sich die politische und sanktionsrechtliche Lage ändern.  

Von den ursprünglich vier Leitungssträngen von Nord Stream 1 und 2 ist nach den Explosionen von 2022 nach bisherigen Angaben noch ein Strang technisch intakt. Die Pipelines werden derzeit nicht für den Transport von Gas nach Deutschland genutzt.  

AfD äußert sich zu möglichem Austausch

Die Äußerungen Dmitrijews stehen im Zusammenhang mit einem breiteren Austausch zwischen russischen Vertretern und der AfD. Reuters berichtete bereits über Vorbereitungen für ein mögliches Treffen Dmitrijews mit den AfD-Bundesvorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla im Jahr 2027. Dabei soll unter anderem über eine mögliche Wiederaufnahme russischer Gaslieferungen nach Deutschland gesprochen werden.  

Die AfD unterstützt eine Aufhebung der Sanktionen gegen russische Energielieferungen und hat sich wiederholt für eine Wiederaufnahme von Energieimporten aus Russland ausgesprochen.  

Äußerungen vor Landtagswahl

Die Erklärung Dmitrijews fällt in die Schlussphase des Wahlkampfs in Mecklenburg-Vorpommern. Am Sonntag wird dort ein neuer Landtag gewählt. Gleichzeitig findet die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus statt. Dmitrijews Äußerung richtet sich damit unmittelbar auf die politische Debatte in Deutschland vor einer Wahl.  

Der Kreml hat nach Darstellung mehrerer Medien wiederholt erklärt, sich nicht in Wahlen anderer Staaten einzumischen. Dmitrijew ist allerdings ein hochrangiger Vertreter der russischen Regierung und tritt in dieser Funktion öffentlich auf.