Block-Prozess zieht sich weiter – neue Anträge und Zeugen angekündigt
Hamburg (ID) – Der Prozess gegen die Unternehmerin Christina Block wegen der mutmaßlichen Entführung ihrer beiden Kinder geht auch nach dem 76. Verhandlungstag weiter. Das Landgericht Hamburg muss sich in der Schlussphase des Verfahrens mit zahlreichen neuen Anträgen der Verteidigung und weiterer Prozessbeteiligter befassen.
Die Verteidigung Blocks reichte nach Angaben der Vorsitzenden Richterin Isabel Hildebrandt ein rund 100 Seiten umfassendes Schreiben ein. Auch Anwälte weiterer Angeklagter stellten zusätzliche Anträge. Die Beteiligten sollen die Unterlagen nun prüfen und anschließend Stellung nehmen.
Zudem kündigte das Gericht für die kommende Woche weitere Zeugenvernehmungen an. Welche Zeugen konkret geladen werden, war zunächst noch nicht bekannt. Beweisanträge sollen künftig grundsätzlich schriftlich eingereicht werden, um den weiteren Ablauf des Verfahrens zu beschleunigen.
Block muss sich gemeinsam mit sechs weiteren Angeklagten wegen der mutmaßlichen Entführung ihrer beiden Kinder aus Dänemark nach Deutschland verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft der 53-Jährigen vor, eine israelische Sicherheitsfirma mit der Aktion beauftragt zu haben. Block bestreitet die Vorwürfe. Für alle Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.
Der Prozess läuft seit Juli 2025. Am vorherigen Verhandlungstag hatte Blocks ehemaliger Verteidiger Otmar Kury als Zeuge ausgesagt, sich wegen seiner anwaltlichen Verschwiegenheitspflicht jedoch zu wesentlichen Punkten nicht äußern dürfen.