22. September 2026 · 16:26 Uhr

IG Metall-Chefin fordert mehr Verantwortung der Autoindustrie

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Wolfsburg (ID) – Die IG Metall hat am bundesweiten Aktionstag in der Automobilindustrie von den Unternehmen mehr Verantwortung für Beschäftigung und Produktionsstandorte gefordert. Gewerkschaftschefin Christiane Benner äußerte sich bei einer Veranstaltung am Volkswagen-Stammwerk in Wolfsburg kritisch zur aktuellen Entwicklung der Branche. 

Nach Angaben der Gewerkschaft fanden am Montag an mehr als 200 Standorten Aktionen und Proteste von Beschäftigten aus der Automobil- und Zulieferindustrie statt. Erwartet wurden bundesweit mehr als 100.000 Teilnehmer. Im Mittelpunkt standen der Abbau von Arbeitsplätzen und geplante beziehungsweise diskutierte Einschnitte bei Unternehmen. 

Benner forderte von den Unternehmensleitungen unter anderem Investitionen in deutsche Standorte und Zukunftstechnologien. Gleichzeitig verlangte sie von der Politik verlässliche Rahmenbedingungen, niedrigere Energiekosten und Maßnahmen zum Schutz vor aus Sicht der Gewerkschaft unfairem Wettbewerb. Zudem sprach sie sich für Unterstützung von Zulieferunternehmen während des Strukturwandels und für den Erhalt von Altersteilzeitregelungen aus. 

Besonders verwies die Gewerkschaftschefin auf Volkswagen. Die Entwicklung beim größten deutschen Autobauer habe nach ihrer Einschätzung Auswirkungen auf die gesamte Branche. Medien waren bei der Aktion auf dem VW-Werksgelände nach Angaben von Betriebsrat und IG Metall nicht zugelassen. 

Die deutsche Automobilindustrie steht angesichts des Strukturwandels zur Elektromobilität, internationaler Konkurrenz und der schwächeren Nachfrage in wichtigen Märkten unter Anpassungsdruck. Die IG Metall macht dabei sowohl Unternehmensentscheidungen als auch politische und internationale Rahmenbedingungen für die Entwicklung verantwortlich.