22. September 2026 · 16:28 Uhr

Chemiekonzern Evonik kündigt Abbau von 3.200 Stellen an

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Essen (ID) – Der Chemiekonzern Evonik will weltweit rund 3.200 Arbeitsplätze abbauen. Davon entfallen nach Angaben des Unternehmens 2.150 Stellen auf Deutschland. Der Abbau soll zwischen 2027 und Ende 2029 erfolgen. 

Evonik will seine Strukturen in Deutschland neu ordnen. An den sechs großen Produktionsstandorten sollen künftig unterschiedliche Aufgaben und Produktbereiche konzentriert werden. Gleichzeitig will der Konzern Aktivitäten veräußern oder beenden, die nicht mehr zum strategischen Kern gehören. 

Der Stellenabbau soll nach Unternehmensangaben ohne betriebsbedingte Kündigungen umgesetzt werden. Vorgesehen sind unter anderem der Verzicht auf die Wiederbesetzung frei werdender Stellen, frühere Übergänge in den Ruhestand sowie freiwillige Abgänge mit Abfindungen. 

Bereits laufende Spar- und Effizienzprogramme sollen bis Ende 2026 rund 2.800 weitere Stellen betreffen. Zudem plant Evonik den Verkauf der Geschäftsbereiche Oxeno und Syneqt, in denen zusammen rund 4.300 Menschen beschäftigt sind. 

Als Gründe nennt der Konzern die schwierige Lage der Chemieindustrie, internationalen Wettbewerbsdruck und die Notwendigkeit, die Kostenstrukturen anzupassen. Wachstumsmöglichkeiten sieht Evonik insbesondere in Asien und Amerika.