18.09.2026 - 23:15

Bewachte Toilette in Köln kostet Hunderttausende Euro

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Köln/ID. Die Stadt Köln hat seit 2022 rund 334.000 Euro für die Bewachung einer öffentlichen Toilette in der Krebsgasse im Stadtzentrum ausgegeben. Das geht aus Angaben der Stadt hervor. Ein Sicherheitsmitarbeiter soll verhindern, dass die Anlage unter anderem zum Drogenkonsum oder als Schlafplatz genutzt wird.  

Die Toilette war bereits 2015 eröffnet worden, wurde jedoch noch im selben Jahr wieder geschlossen. Hintergrund waren Probleme mit einer missbräuchlichen Nutzung. Im Mai 2022 wurde die Anlage erneut geöffnet – seitdem wird sie von einem Mitarbeiter bewacht, der in einem eigens dafür aufgestellten Container neben der Toilette sitzt.  

Bewachung kostet bis zu 11.000 Euro im Monat

Nach Angaben der Stadt belaufen sich die monatlichen Kosten für die Bewachung auf etwa 10.000 bis 11.000 Euro. Darin enthalten sind neben den Personalkosten auch Aufwendungen für den Wachcontainer, etwa Miete, Strom und Heizung.  

Die Bewachung erfolgt werktags von 9 bis 21 Uhr sowie sonntags und an Feiertagen von 9 bis 18 Uhr. Die Nutzung der Toilette kostet 50 Cent.  

Stadt hält Maßnahme für notwendig

Die Stadt begründet die Ausgaben mit der besonderen Situation rund um den Kölner Neumarkt. Die Bewachung soll verhindern, dass die Toilette erneut als Ort für Drogenkonsum oder zum Übernachten genutzt wird. Die Verwaltung sieht die soziale Kontrolle durch das Wachpersonal als notwendige Maßnahme an.  

Nach aktuellem Stand soll die Bewachung zunächst fortgesetzt werden. Die Stadt rechnet damit, dass die Toilette mindestens so lange bewacht werden muss, bis ein geplantes Suchthilfezentrum in der Umgebung eröffnet wird. Dieses soll nach derzeitiger Planung im August 2027 fertiggestellt werden.  

Damit könnten sich die Gesamtkosten der Bewachung seit 2022 auf mehr als 600.000 Euro erhöhen. Der Kölner Stadt-Anzeiger errechnet bei monatlichen Kosten von 10.000 bis 11.000 Euro bis August 2027 eine Größenordnung von rund 640.000 bis 704.000 Euro.