19.09.2026 - 01:17

Prozess nach tödlichem Angriff auf Familie in Barsinghausen

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Hannover/Barsinghausen/ID. Vor dem Landgericht Hannover hat der Prozess gegen einen 49-jährigen Mann begonnen, der seine Ehefrau getötet und seine damals 13-jährige Tochter schwer verletzt haben soll. Der Angeklagte kündigte zum Prozessauftakt an, sich zu den Vorwürfen äußern und Fragen beantworten zu wollen.  

Nach Angaben seines Verteidigers soll die Einlassung des Angeklagten bei einem späteren Verhandlungstermin erfolgen. Die Vorsitzende Richterin kündigte an, dass dabei auch ein Sachverständiger anwesend sein soll. Der nächste Termin ist für den 9. Oktober vorgesehen.

Ehefrau soll mit Hammer getötet worden sein

Laut Anklage soll der Mann am 23. März in Barsinghausen seine schlafende Ehefrau mit mehreren Hammerschlägen auf den Kopf angegriffen haben. Die 38-Jährige erlitt schwere Verletzungen und starb.

Als die damals 13-jährige Tochter nach ihrer Mutter sehen wollte, soll der Angeklagte auch sie angegriffen haben. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft soll er das Mädchen unter anderem mit einem Cuttermesser am Hals verletzt und mit einem Hammer auf den Kopf geschlagen haben. Das Mädchen erlitt eine schwere Schädelverletzung. Ihr Zustand sei inzwischen stabiler.  

Sohn alarmierte Polizei

Der zwei Jahre ältere Sohn der Familie setzte schließlich einen Notruf ab. Einsatzkräfte trafen den Tatverdächtigen vor dem Einfamilienhaus an und nahmen ihn fest.  

Die Staatsanwaltschaft geht laut Anklage davon aus, dass ein „massiv verletztes Ehrgefühl“ das Motiv für die Tat gewesen sein soll. Diese Darstellung ist Gegenstand des laufenden Gerichtsverfahrens.  

In dem Verfahren sind derzeit acht weitere Verhandlungstermine angesetzt. Ein Urteil könnte nach der bisherigen Terminplanung am 19. November 2026 fallen.