AfD zeigt sich vor Landtagswahl in MV siegessicher
Schwerin/ID. Die AfD hat sich zum Abschluss ihres Landtagswahlkampfs in Mecklenburg-Vorpommern zuversichtlich über den Ausgang der Abstimmung am Sonntag gezeigt. Bei einer Kundgebung in Schwerin warb der AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm für einen politischen Wechsel. Auch die Bundesvorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla sowie der AfD-Wahlsieger aus Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, traten bei der Veranstaltung auf.
AfD setzt auf Ergebnis von Sachsen-Anhalt
Siegmund verwies auf das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, bei der die AfD rund 44 Prozent erreicht hatte. Für Mecklenburg-Vorpommern sprach er von einem möglichen Ergebnis von knapp 40 Prozent. Die jüngste ZDF-Umfrage vor der Wahl sah die AfD dagegen bei 36 Prozent, einen Prozentpunkt hinter der SPD.
Holm rief die Anhänger dazu auf, bei der Wahl für seine Partei zu stimmen. Er verband die Abstimmung mit Forderungen nach einem politischen Wechsel im Land und kritisierte die seit Jahren regierende SPD. Zudem sprach er sich unter anderem für eine Wiederinbetriebnahme der Nord-Stream-Pipeline und eine sogenannte „Rückführungspolizei“ aus.
Weidel und Chrupalla greifen Bundesregierung an
Auch die AfD-Bundesvorsitzenden nutzten den Wahlkampfabschluss für Kritik an der Bundesregierung. Chrupalla bezeichnete die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern als weiteren Schritt nach dem Wahlerfolg seiner Partei in Sachsen-Anhalt. Weidel erklärte, die Abstimmung könne Auswirkungen auf die Bundespolitik haben.
Rund 1.000 Menschen bei AfD-Veranstaltung
Nach Angaben der Polizei kamen in Schwerin mindestens 1.000 AfD-Anhänger zur Abschlusskundgebung. In Hörweite der Veranstaltung demonstrierten demnach rund 350 Menschen gegen die AfD. Die Polizei trennte die beiden Gruppen; zunächst wurden keine Zwischenfälle gemeldet.
Am 20. September 2026 wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt. Die genannten Umfragewerte sind Momentaufnahmen und stellen keine Wahlergebnisse dar.