22. September 2026 · 16:27 Uhr

Berlin-Wahl belastet Vonovia-Aktie – Immobilienkonzern am DAX-Ende

Die Zentrale des deutschen Wohnungsunternehmen Vonovia ist am 09.11.2018 in Bochum zu sehen. Vonovia ist ein deutscher

Die Zentrale des deutschen Wohnungsunternehmen Vonovia ist am 09.11.2018 in Bochum zu sehen. Vonovia ist ein deutscher Immobilienkonzern mit Sitz in Bochum. Dem Unternehmen gehˆren ¸ber 400.000 Wohnungen in Deutschland, Schweden und ÷sterreich. Seine Geschichte geht zur¸ck auf die Deutsche Annington, die sich 2001 erfolgreich um den Erwerb der Eisenbahnerwohnungen bewarb. *** The headquarters of the German housing company Vonovia will be on display in Bochum on 09 11 2018 Vonovia is a German real estate group based in Bochum The company owns more than 400 000 apartments in Germany, Sweden and Austria Its history goes back to Deutsche Annington, which successfully applied for the acquisition of the railway workers apartments in 2001

Frankfurt/Berlin (ID) – Die Aktien des Immobilienkonzerns Vonovia haben am Montag nach der Berliner Abgeordnetenhauswahl deutlich nachgegeben. Die Papiere lagen am späten Vormittag mit einem Minus von rund 2,2 Prozent bei 17,31 Euro und damit am Ende des DAX. Der deutsche Leitindex lag gleichzeitig rund ein Prozent im Plus. 

Auslöser für die Reaktion am Aktienmarkt war nach Einschätzung von Marktbeobachtern vor allem das Wahlergebnis in Berlin. Die Linke war bei der Wahl stärkste Kraft geworden. Ihre Spitzenkandidatin Elif Eralp hatte im Wahlkampf die Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände als Bedingung für eine Regierungsbeteiligung bezeichnet. Zudem setzt die Partei auf Maßnahmen zur Begrenzung von Mietsteigerungen. 

Die Debatte knüpft an den Berliner Volksentscheid von 2021 an. Damals stimmte eine Mehrheit der Abstimmenden für die Vergesellschaftung großer Immobilienunternehmen. Vorgesehen war, rund 220.000 Wohnungen in kommunale Hand zu überführen. Die konkrete Umsetzung gilt jedoch als rechtlich, politisch und finanziell anspruchsvoll. 

Vonovia sieht sich selbst als Teil der Lösung bei der Berliner Wohnungsfrage. Vorstandschef Luka Mucic verwies unter anderem auf den Ausbau des Neubaus. Gleichzeitig stehen Immobilienunternehmen wegen des weiterhin vergleichsweise hohen Zinsniveaus unter Druck. Da die Branche in hohem Maß mit Fremdkapital arbeitet, verteuern höhere Zinsen die Refinanzierung. 

Neben den politischen Entwicklungen wirken damit auch allgemeine Faktoren auf die Bewertung von Immobilienaktien. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen lag zuletzt bei rund 3,47 Prozent und macht festverzinsliche Anlagen aus Sicht von Investoren attraktiver.