22. September 2026 · 15:29 Uhr

Linke will nach Wahlsieg über Regierungsbeteiligung verhandeln

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Berlin (ID) – Nach ihrem Wahlsieg bei der Abgeordnetenhauswahl will die Berliner Linke Gespräche über die Bildung einer Landesregierung aufnehmen. Spitzenkandidatin Elif Eralp strebt nach eigenen Angaben das Amt der Regierenden Bürgermeisterin an. Die Linke kam nach dem vorläufigen Ergebnis auf 25,7 Prozent und erzielte damit ihr bislang bestes Ergebnis bei einer Berliner Abgeordnetenhauswahl. 

Als mögliches Bündnis stehen Gespräche mit SPD und Grünen im Raum. Die Berliner Grünen haben nach Angaben des Deutschlandfunks eine rot-rot-grüne Zusammenarbeit angeboten. Die Grünen kamen auf 14,3 Prozent, die SPD auf 12,1 Prozent. Eine Regierungsbildung ist damit noch nicht vereinbart. 

Inhaltlich will die Linke die Vergesellschaftung großer privater Wohnungskonzerne zum zentralen Punkt möglicher Koalitionsverhandlungen machen. Eralp erklärte, eine künftige Regierung müsse diesen Schritt umsetzen. Sie verwies dabei auf den Berliner Volksentscheid von 2021, bei dem sich 57,6 Prozent der Abstimmenden für eine Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen ausgesprochen hatten. 

Das Thema könnte zugleich zu einem Konfliktpunkt in möglichen Koalitionsgesprächen werden. Eine Nachwahlbefragung von Infratest dimap ergab, dass 51 Prozent der Berliner eine Vergesellschaftung großer Immobilienkonzerne gegen Entschädigung ablehnen, während 37 Prozent dafür sind. Unter den Anhängern der Linken lag die Zustimmung laut der Befragung dagegen bei 72 Prozent. 

Neben der Regierungsbildung stehen damit insbesondere die künftige Wohnungspolitik und der Umgang mit dem Volksentscheid von 2021 im Mittelpunkt der anstehenden Gespräche.