Schwesig strebt Gespräche über Rot-Rot-Grün an
Schwerin (ID) – Nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern will Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) Gespräche mit der Linken und den Grünen über die Bildung einer gemeinsamen Landesregierung aufnehmen. Schwesig kündigte am Montag an, den SPD-Gremien im Land entsprechende Sondierungsgespräche vorzuschlagen.
Bei der Wahl am Sonntag war die AfD mit 38,2 Prozent der Stimmen stärkste Kraft geworden. Die SPD erreichte 35,5 Prozent. Die Linke kam auf 6,5 Prozent, die Grünen auf 5,7 Prozent. CDU und BSW verpassten mit 4,9 beziehungsweise 4,8 Prozent den Einzug in den Landtag.
Im neuen Landtag verfügt die AfD über 32 Sitze, die SPD über 29. Linke und Grüne stellen jeweils fünf Abgeordnete. Ein Bündnis aus SPD, Linken und Grünen käme damit auf 39 der 71 Sitze und hätte eine Mehrheit im Parlament. Die bisherige Koalition aus SPD und Linken erreicht dagegen nur 34 Sitze.
Schwesig erklärte, sie wolle ihre Arbeit als Ministerpräsidentin fortsetzen. Die Gespräche mit Linken und Grünen sollen nach ihren Angaben zunächst von den jeweiligen Parteigremien beraten werden. Ein Koalitionsvertrag oder eine Vereinbarung über eine gemeinsame Landesregierung liegt bislang nicht vor.
Damit würde die bisherige Regierungszusammenarbeit von SPD und Linken um die Grünen erweitert. Ob es tatsächlich zu einer solchen Koalition kommt, hängt von den anstehenden Gesprächen und den Entscheidungen der beteiligten Parteien ab.